Big Pit und Big Pig

 

Bill Peters ist ein Star-Programmierer und Retter der Projekte. Seine Bewunderer nennen ihn Big Pit oder ehrfurchtsvoll: BP.

Big Pit und Big Pig
Ein Mann mit Prinzipien: Gravierende Fehler im Programm kosten Kunden. Konventionalstrafe wegen Lieferverzug gibt’s nicht.


Während in Krisenmeetings düstere Szenarien die Runde machen, sucht Big Pit systematisch die Lösung: Maschinen haben kein Eigenleben. Oft in letzter Sekunde, dennoch rechtzeitig, meldet er „bug fixed“, wir liefern!


Wer so gut ist, muss befördert werden. Big Pit wird Leiter der Entwicklung. Ausgelassene Stimmung, die einstigen Kollegen jubeln: Unser Star ist unser Chef!


Doch wer jetzt mit Big Pit zu tun hat, fühlt sich plötzlich nur noch blöd - Programmiersklave. Penetrant sucht und findet Peters Fehler. Das Klima wird unerträglich, der Krankenstand steigt. BP steht inzwischen für Big Pig.


„Peters ist eine Gefahr fürs Unternehmen, als Führungskraft eine Niete und die besten Leute laufen uns davon“, sagen seine Beförderer. Nach einer weiteren Sitzung zum „Peters-Problem“ wird ein Headhunter mit der Suche nach Ersatz beauftragt.
Sie haben es sicher erkannt: Das Peter-Prinzip, benannt nach seinem Entdecker Laurence J. Peter, hat zugeschlagen.


Nein, wir sind nicht seiner Meinung, dass auf allen Führungspositionen zwangsläufig irgendwann nur noch Unfähige sitzen. Doch wir halten die Auswahlkriterien bei Stellenbesetzungen für verbesserungswürdig!

 

© Bernd Kieckhöfel, Wolfgang Schwenk

 

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