Rehabilitation des Hammers


„Wer als Werkzeug nur einen Hammer verwendet, für den sind alle Aufgaben Nägel!“ So in etwa sagte es der berühmte Paul Watzlawik. Klingt das nicht geradezu nach der Entwürdigung des Hammers?

Rehabiliation des Hammers
Der Hammer ist ein faszinierendes, archaisches Werkzeug. Er verkörpert Kraft, Wucht und Dynamik. Die Menschwerdung wurde durch ihn beschleunigt. Die Keule war sein Vorläufer. Ohne sie wären wir heute noch zottige Sammler, die sich in Höhlen verstecken. In den Genuss tierischer Nahrung sind wir nur durch die Keule gekommen.


Bei der Formgebung unseres Gehirns stand der Hammer Pate. Ein Längsschnitt durch das menschliche Hirn beweist es. Hat das Corpus Callosum nicht ganz klare Hammerkonturen? Die Wissenschaft wird bald, neben dem Reptilienhirn, das Hammerhirn entdecken! Das Hammermäßige ist in uns genetisch prädisponiert, nicht drauf hauen ist Selbstverleugnung.

 

 


Um einen Nagel ins Holz zu treiben, gibt es bis heute nichts Besseres als den Ham-mer. Und wer sich wie ein Nagel gibt und den Kopf hin hält? Der bettelt um einen herzhaften Schlag! So einem nur zeigen, wo der Hammer hängt? Reine Zeitverschwendung!

 


Auch aus dem Führungsalltag ist der Hammer nicht wegzudenken. Das derbe Werkzeug wurde hier subtil verfeinert. Und hat durchschlagende Wirkung: Müller verlässt um 17 Uhr das Büro. Sein Chef verabschiedet ihn mit einem „Na, Müller, wieder einen halben Tag Urlaub“. Das ist doch der Hammer! Der kategorische Imperativ schlägt voll zu: „Ich hau drauf, also bin ich - Führungskraft!“

 


Oder meinte Watzlawik es anders?


Vielleicht sind ein paar zusätzliche Werkzeuge und Fertigkeiten auch für Führungskräfte sinnvoll? Wenn Sie das Zitat in diesem Sinne interpretieren, kommen Sie zu uns! Wir zeigen Ihnen, wo Sie den Hammer hängen lassen können und erweitern Ihr Führungsrepertoire um nützliche Instrumente wie Samthandschuhe, Lupe und Pinzette, die Sie „live“ erleben können.

 

 

© Bernd Kieckhöfel, Wolfgang Schwenk

 

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